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Geschrieben von Super User
backuprettung

Fragt man private User und auch KMU's, wie es denn bei ihnen mit dem Backup bestellt sei, hört man oft Erstaunliches: «Heute sind die Geräte so zuverlässig; und bis jetzt ist ja auch noch nichts passiert. Alle paar Monate eine DVD unserer Daten braten – das sollte genügen!»

Stimmt. Bis zum ersten Harddisk-Crash. Oder bis sich der klebrige Inhalt eines umgekippten Cola-Glases seinen Weg durch die Innereien des Laptops sucht. Oder ein Systemabsturz alles in den Abgrund reisst, was an Daten durch das Gerät kreucht und fleucht.

Sicher ist sicher
Wer wirklich auf Nummer sicher gehen möchte, speichert seine Daten regelmässig an unterschiedlichen Orten auf unterschiedliche Medien. Also auf eine externe Festplatte – und genauso regelmässig auf einen Wechseldatenträger. Im Prinzip sollten alle Daten mindestens zweimal identisch vorliegen – als möglichst komplettes Backup!
Unter einem Backup verstehen allerdings nicht alle dasselbe. Deshalb erst mal eine kleine Begriffserklärung.

Synchronisieren: Die Daten von Quelle (z. B. PC) und Ziel (Sicherungslaufwerk) werden auf denselben Stand gebracht. Bei Handy/PC (und oft auch bei Laptop/PC) synchronisiert man die Daten oft wechselseitig. Nur wenn grundsätzlich das Ziel an die Quelle angepasst wird, sprechen wir von einem Backup.

Vollbackup nennt man die vollständige Sicherung des Datenbestandes. Dabei werden immer sämtliche Daten gesichert, also nicht nur diejenigen, die man seit dem letzten Backup verändert hat. Der Nachteil ist natürlich, dass dabei sehr grosse Datenmengen anfallen.

Inkrementelles Backup: Nur die Daten werden gesichert, die seit dem letzten inkrementellen oder Vollbackup verändert wurden. Eine schlanke Sache! Das Problem ist allerdings, dass für die «Restauration» sämtliche Sicherungen seit dem letzten Vollbackup vorhanden sein müssen.

Differenzielle Backups sind die Lösung dazwischen: Es werden alle Daten gesichert, die seit dem letzten Vollbackup geändert wurden. Zur Wiederherstellung braucht es lediglich das letzte Voll- und das letzte differenzielle Backup. Die anfallende Datenmenge liegt irgendwo zwischen den beiden vorher erwähnten Varianten.

Archivierungen dienen dazu, Versionen von früheren Sicherungen aufzubewahren. Praktisch, wenn man irgendwo irrtümlicherweise grössere Datenmengen gelöscht hat und wieder Zugriff auf ältere Dateien braucht!

Images sind Abbilder eines Speichermediums (Festplatte oder Festplattenpartition), die sämtliche darauf gespeicherten Daten enthalten; beim Backup werden nur ausgewählte Daten gesichert.

 

Backups - Daten sichern, bevor es zu spät is
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Backup bei computerstore
Wer all seine Webdaten, E-Mails und Datenbanken wirklich zuverlässig sichern will, hat viele Optionen. Das Backup deiner Daten auf unseren Servern lässt über sogenannte Cronjobs regeln, also regelmässige Aktionen, die automatisch ausgeführt werden. Dafür braucht es allerdings ein bisschen Know-how. 
Unser Support hilft dir gerne weiter. Er erklärt dir auch, wie es vor sich geht, wenn du dein Backup via FTP wieder zurückgespielt haben möchtest. Selbstverständlich sichern wir deine Daten auch von uns aus – falls mal etwas passieren sollte. Wir bieten den Restore (Wiederherstellung) deiner Daten als kostenpflichtige Zusatzdienstleistung an. Denn das Ganze ist für uns mit einigem Mehraufwand verbunden – und diesen müssen wir unseren Kunden weiterverrechnen.

Die Alternative?
Selber «backuppen»! Es gibt praktische Backup-Tools, die in Verbindung mit einer externen Festplatte die Daten automatisch sichern, zum Beispiel rsync, robocopy, Genie Timeline oder acronis (auch für das Backup in der Cloud). Für Apple-User empfiehlt sich das integrierte Programm TimeMachine.
Und was ist mit der Sicherung in den Google-, Apple-, Dropbox- und ähnlichen Wolkenspeichern? Kannst du machen – wenn du dem US-Geheimdienst immer mal wieder etwas Interessantes über dich, deine Arbeit und deine Freunde zum Lesen übermitteln möchtest. Denn wie kürzlich bekannt wurde, schützt selbst die Verschlüsselung nicht unbedingt vor ungebetenen Mitlesern.

RAID als Backup: bitte nicht!
Ein RAID-Laufwerk, also eine kostengünstige redundante Festplatte, die immer dasselbe macht wie die «Hauptfestplatte» und deshalb auch immer genau dasselbe an System- und Arbeitsdaten enthält, ist wunderbar bei einem Festplattencrash: Alle Daten sind immer noch vollständig vorhanden.
Also ist das doch so etwas wie ein komplettes Backup? Leider nicht: Eine beschädigte Originaldatei wird auch in der beschädigten Version auf der RAID-DISK gespeichert. Und wenn du irrtümlich einen wichtigen Ordner auf deiner Platte gelöscht hast, dann löscht die RAID-Platte diesen Ordner gehorsamst auch gleich. Und weg isser! Pech gehabt. Hättest du da nur ein richtiges Backup gemacht.